STANDARD-HEADER

Headerbilder: 
Unsere Immobilie?Dafür haben wir jemanden!Johannes Janson & Monika Wildner-Jagdhuber Haus & Grund-Mitglieder seit 2002

Mietpreisbremse schadet dem Wohnungsmarkt

Hobusch: Ländlichen Raum stärken statt Mieten in Leipzig und Dresden dämpfen.

Haus & Grund Sachsen hat die Forderung der SPD-Landtagsfraktion nach Einführung einer Mietpreisbremse in Leipzig und Dresden noch vor dem Sommer scharf kritisiert. „Nicht nur, dass die SPD behauptet, dass die Mietbelastung in beiden Städten weiter gestiegen sei. Offenbar geht man in der Landtagsfraktion auch von völlig falschen Voraussetzungen aus. Die Daten, die Dresden und Leipzig an das Sächsische Ministerium für Regionalentwicklung geliefert haben, sind höchst umstritten und rechtfertigen die Einführung einer Mietpreisbremse nicht“, so der Präsident des Verbandes, René Hobusch.

Jüngste Veröffentlichungen der Städte Leipzig und Dresden belegen, dass die Einkommen in den letzten 10 Jahren stärker gestiegen sind, als die Mieten. Selbst bei unteren Einkommensgruppen und Geringverdienern bleibt trotz steigender Mieten mehr vom Einkommen übrig.

Hobusch bezeichnete die Forderung nach einer Mietpreisbremse als falschen Weg. „Stattdessen brauchen wir in Sachsen zusätzliche Anreize, damit sich Investieren und Leben außerhalb der großen Städte wieder lohnt. Dazu gehören auch Zuschüsse, um leergezogene Häuser in den Gemeinden wieder instand zu setzen und junge Menschen zu motivieren, auf dem Land zu leben. Dafür braucht es aber auch Bus, Bahn, die Kneipe im Dorf, den Lebensmittelladen, die Kita, Schule und mehr Menschen aus der gleichen Altersgruppe. Wenn die SPD stattdessen die Mietpreisbremse für Leipzig und Dresden fordert, erhöht sie damit den Konkurrenzdruck für den ländlichen Raum, der schon heute mit erheblicher Abwanderung und damit verbundenem Leerstand und einer zunehmenden Überalterung zu kämpfen hat“.

Erst anlässlich des Wohngipfels der Bundesregierung hatte der Verband die zunehmende Regulierung des Wohnungsmarktes und überzogene politische Forderungen scharf kritisiert. „Im Ergebnis denken viele private Vermieter übers Verkaufen nach. Käufer sind häufig anonyme Fonds und große Gesellschaften. Dem Wohnungsmarkt geht damit sein soziales Rückgrat zunehmend verloren. Die SPD verkennt daher mit ihren Forderungen, dass sie selbst zu einem Problem für Mieter und Vermieter geworden ist“, so der Präsident abschließend.